„Als „Demenz“ bezeichnet man in der Medizin einen anhaltenden oder fortschreitenden Zustand herabgesetzter Fähigkeiten in den Bereichen des Gedächtnisses, des Denkens und anderer höherer Leistungen des Gehirns.“ (Deutsche Alzheimer Gesellschaft, 2010).

Neben Gedächtnisstörungen sind weitere Fähigkeiten, wie Orientierung, Sprache und Konzentrationsfähigkeit betroffen. Meist werden die Beeinträchtigungen von einer Verschlechterung der emotionalen Kontrolle, des Sozialverhaltens oder der Motivation begleitet. Mit dem Fortschreiten der Erkrankung fallen die Aktivitäten des täglichen Lebens schwerer: Die Erkrankten haben zunehmende Probleme in der Bewältigung ihres Alltags. Dazu gehören Basisaktivitäten wie Ernährung, Körperpflege und Mobilität. Das Erledigen von Bankgeschäften, das Reisen, Autofahren oder das Planen komplexer Handlungsabläufe und Lösen von Problemen fallen zunehmend schwerer. Auch ganz alltägliche, gewohnte Aufgaben, wie Einkaufen oder Kochen und Putzen, die Bedienung der Waschmaschine oder des Telefons bereiten zunehmend Probleme.

Die Art und Weise, wie sich die Beeinträchtigungen äußern, ist stark von den sozialen Gegebenheiten abhängig, in denen die betroffene Person lebt.

Demenzerkrankungen lassen sich unterteilen in primäre und sekundäre Formen.

Eine primäre Demenz (90% der Demenzen) entsteht als Folge eines Krankheitsprozesses, welcher direkt im Gehirn beginnt, zum Beispiel der Alzheimer-Krankheit. Nach dem aktuellen medizinischen Forschungsstand ist dieser Prozess weder heilbar noch aufzuhalten.

Hingegen entstehen sekundäre Demenzen infolge von organischen Erkrankungen, die sich auf das Gehirn auswirken können (z. Bsp. Tumore, Stoffwechselerkrankungen wie Diabetes  oder Schilddrüsenunterfunktion, Depressionen, etc.). Sekundäre Demenzen sind potenziell reversibel, das bedeutet, die Demenzsymptome können sich bei einer Besserung der Grunderkrankung  wieder zurückbilden.

In der Gesamtheit der Demenzerkrankungen ist die Demenz vom Alzheimertyp die häufigste Form. An zweiter Stelle stehen Krankheiten, die durch vaskuläre Störungen im Gehirn (Durchblutungsstörungen) hervorgerufen werden.

Weitere Formen sind die Lewy-Körper-Demenz und die Frontotemporale Demenz.

Nähere Informationen zu den Ursachen einer Demenz können Sie hier nachlesen: