Bei einer Demenzvermutung ist eine zeitnahe Diagnostik angeraten, um die zugrunde liegenden Ursachen abzuklären, denn einige Ursachen können durch eine Therapie geheilt werden, bzw. es kann zu einer Verbesserung der Symptome kommen.

Ein weiterer Grund für eine rasche Abklärung ist die Einleitung einer Therapie, denn – auch wenn keine Heilung möglich ist – erzielen am Beginn der Alzheimer-Krankheit moderne Antidementiva den größten Effekt: Verlangsamung des Abbaus und somit der Symptomentwicklung.

Die Alzheimer-Krankheit hat lebensplanerische Konsequenzen. Daher ist es aus persönlichen Gründen sehr wichtig, rechtzeitig eine Diagnostik durchzuführen, um zukünftige Pläne und andere Fragestellungen - wie beispielsweise die Frage der Vorsorgevollmacht - mit Angehörigen zu klären. Die Möglichkeit zu haben, Dinge zu erledigen, Vorsorge zu treffen, Beziehungen zu klären und Abschied zunehmen, ist sehr wichtig und ist bei einer frühen Diagnostik meist gegeben. Die Möglichkeit Vorsorge zutreffen, hilft auch bei der Bewältigung der Diagnose.

Der erste Ansprechpartner für die Diagnostik ist der Hausarzt. Kann dieser die Diagnose nicht klar stellen, sollte die Überweisung zu einem Facharzt (Neurologe oder sog. „Gedächtnissprechstunde“) erfolgen.

Eine sorgfältige Diagnostik umfasst psychiatrische und psychologische, internistische und neurologische Untersuchungen, Labortests, eine Computertomographie, ein EKG und ein EEG. Je nach den Ergebnissen können weitere Untersuchungen erforderlich werden.