Vaskuläre Demenz

Vaskuläre Demenz ist mit etwa 10% die zweithäufigste Demenzform nach der Alzheimerkrankheit. Die Ursache für eine vaskuläre Demenz liegt in Durchblutungsstörungen der hirnversorgenden Gefäße. Wiederholte kleine, oft unbemerkte Infarkte führen zu einem Verlust von Nervenzellen. Je nachdem, welche Bereiche des Gehirns betroffen sind, treten unterschiedliche Symptome auf. Die Symptome sind der Alzheimerdemenz ähnlich, jedoch stehen Gedächtnisstörungen zunächst nicht im Vordergrund. Eher sind die Aufmerksamkeit, das Denkvermögen und die Orientierung beeinträchtigt oder es kommt zu starken Stimmungsschwankungen und Gangunsicherheit.

Die Symptome entwickeln im weiteren Verlauf schrittweise und schwankend, wobei die Art und Ausprägung der Defizite von der Lokalisation und dem Ausmaß der Gewebeschädigung abhängt.

Zu den Risikofaktoren für vaskuläre Demenz zählen hoher Blutdruck (Hypertonie), Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus) und Arterienverkalkung (Arteriosklerose), die unbehandelt zu Gefäßschäden führen können.

Die Behandlung besteht in der Minimierung der Risikofaktoren, um weiteren Hirnschlägen entgegenzuwirken.